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univiva Redaktion
5 min Lesezeit

Praxissoftware: Installation oder Browserbasiert?

Bei den Überlegungen rund um die Praxissoftware stellt sich unter anderem die Frage, ob es eine browserbasierte oder Installationsvariante sein soll. Im Folgenden möchten wir Ihnen beide Varianten vorstellen, Vor-und Nachteile beider Modelle abwiegen und Ihnen so eine solide Entscheidungsgrundlage bieten.

Praxissoftware für Ärzte

Die Praxissoftware oder auch Praxisverwaltungssystem (PVS) genannt, ist die Grundlage jeder erfolgreichen Praxisorganisation. Neben der Patientenverwaltung und Abrechnung kann die Praxissoftware bei der Optimierung diverser Praxisprozesse helfen. Bei einer Praxisneugründung haben Sie sie Möglichkeit selbst festzulegen, welche Software Sie nutzen wollen. Bei einer Praxisübernahme wird die vorhandene Software zumeist übernommen. In diesem Fall kann die Überlegung, ob der Wechsel zu einer Praxissoftware, die besser auf Ihre individuellen Anforderungen zugeschnitten ist, sinnvoll sein.

Ein Entscheidungskriterium bei der Wahl der Software ist die Frage, ob es eine browserbasierte Cloud-Software oder eine klassische Installationsvariante sein soll. Im Folgenden werden beide Systeme genauer beschrieben und jeweils die Vor- und Nachteile abgewogen.

Installationsbasierte Praxissoftware

Seit Softwares auf den Markt gekommen sind, sind Nutzer an diesen Prozess gewöhnt: man kauft das Produkt, installiert dieses auf dem Rechner im Büro und kann damit etliche Jahre problemfrei arbeiten.

Der wohl größte Vorteil liegt hier ganz klar in dem tatsächlichen Besitz der Software. Einmal gekauft, kann die Software unbegrenzt eingesetzt werden, ohne das weitere Kosten entstehen. Dies entspricht der Vorstellung der meisten Nutzer, jedoch nur bedingt der Realität. Gerade im Unternehmensumfeld wird üblicherweise mit Lizenzen, also der Erlaubnis eine Software zu verwenden, gearbeitet. Beim Erwerb einer Praxissoftware haben Sie eine bestimmte Anzahl an Lizenzen frei. Die Menge variiert dabei je nach System und Hersteller. Da Programme nicht für unbegrenzt viele Arbeitsplätze genutzt werden können, müssen unter Umständen für jeden weiteren Mitarbeiter zusätzliche Lizenzen erworben werden. Darüber hinaus sollten Sie mit keinen weiteren Kosten rechnen müssen. Ob sich der Kauf für Sie lohnt, hängt stark von der Anzahl der Personen ab, die darauf Zugriff benötigen und von dem Anbieter, für den Sie sich entscheiden.

Als klarer Vorteil erweist sich die Sicherung der Patientendaten. Durch die Installation der Software auf Ihren Rechnern werden keine Daten in die Cloud übertragen. Alle Daten bleiben in der Praxis und Sie haben das volle Wissen und die Kontrolle darüber, wer auf diese Daten Zugriff hat und wer nicht. Da alle guten Softwares von Zeit zu Zeit ein technisches Update benötigen, sollten Sie mit zusätzlicher Arbeitszeit und ggf. Mehrkosten rechnen, die mit diesen Updates einhergehen können. Die Aktualisierungen ermöglichen das System mit neuen Funktionen zu erweitern. Ebenfalls kann dadurch die Softwarestabilität verbessert und technische Fehler behoben werden.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

Vorteil Nachteil
Kauf: Durch den Kauf entstehen keine monatlichen Kosten Hardware: Ihre Geräte müssen mit der Software kompatibel sein
Kontrolle und Datenschutz: Sie haben die volle Kontrolle über die Daten und entscheiden selbst, wer Zugriff hat Wartung: Die Aktualisierung der Software kann Mehraufwand bedeuten
Zugriff: Nachdem Sie die Software Installiert haben, kann jederzeit, auch ohne stabile WLAN-Verbindung damit gearbeitet werden Eingeschränkt skalierbar: Bei einer großen Praxis mit vielen Mitarbeitern können zusätzliche Kosten auf Sie zukommen, durch den Kauf von weiteren Lizenzen

Webbasierte Praxissoftware

Eine webbasierte Software ist die medizin-technische Antwort auf die Digitalisierung. Im Zeitalter von Tabletts, Smartphones und Apps steigen die Erwartungen an alle digitalen Dienstleistungen immens. Auch unsere Erwartungen an die Technik, mit der wir arbeiten, steigt. Die Arztsoftware soll einfach und ortsungebunden erreichbar sein. Dadurch wird der Zugriff auch außerhalb Ihrer Praxis auf das System unkompliziert möglich. Dies erweist sich als großer Vorteil für Ärzte, die z.B. viele Hausbesuche tätigen.

Aber was bedeutet „eine webbasierte Software“ genau? Eine webbasierte Software speichert Ihre Daten extern auf Servern in einem Rechenzentrum ab und nicht auf den Rechnern in Ihrer Praxis. Dies eignet sich besonders für Computer mit einer geringen Speicherkapazität. Ein weiter Pluspunkt für die browserbasierte Software ist, dass das System vom Hersteller überwacht wird. Das bedeutet, dass im Falle eines Softwarefehlers dieser ohne Ihr Zutun oder Mehraufwand behoben werden kann. Ebenso müssen Sie sich nicht um regelmäßige Wartungen und Aktualisierungen kümmern.

Wenn Sie lesen, dass das System vom Hersteller „überwacht“ wird und dass Externe Zugriff auf Ihre Daten haben, fragen Sie sich sicherlich: Wie sieht das mit dem Datenschutz aus? Diese Fragen sind gerechtfertigt, da Patientendaten das höchste Maß an Sicherheit genießen, damit die ärztliche Schweigepflicht nicht verletzt wird. Die Hersteller von webbasierten Softwares sind sich dieser Dringlichkeit bewusst und haben eine einfache, aber effektive Lösung entwickelt. Damit Ihre Daten nicht unbefugten Dritten offenbart werden, werden diese mittels eines Codes verschlüsselt, auf den nur Sie Zugriff haben. Ihre Daten werden bei dem Betreiber in codierter Form abgespeichert, wodurch diese unbrauchbar für Dritte sind. Ein gesicherter Zugang wird durch die richtige Art der Browserverbindung gewährleistet. Diese wird mit einer sogenannten SSL-Verschlüsselung gesichert und wird durch ein grünes Sicherheitsschloss und dem Kürzel „https://“ in der Adresszeile Ihres Browsers gekennzeichnet. Mithilfe dieser verschlüsselten Verbindung schützen Sie Ihre Daten, während das System in Benutzung ist oder Sie Informationen hoch- und runterladen.

Einige Anbieter werben explizit mit DSGVO-konformen Datenschutz. Dies ist das „Gütesiegel“, welches die Sicherung Ihrer Daten garantiert. Zusätzlich versprechen Hersteller eine sichere Übertragung durch SSL-Verschlüsselung zwischen Ihren Geräten und dem Endserver.

Vor- und Nachteile der cloudbasierten Software auf einen Blick

Vorteil Nachteil
Hardware: Der verwendete Rechner benötigt keine hohe Leistungsfähigkeit, da alle Prozesse im Rechenzentrum stattfinden Internetzugang: Zur Nutzung der Software sind Sie durchgängig auf einen stabilen Internetzugang angewiesen
Wartung: Die Aktualisierung wird vom Hersteller übernommen und fordert keinen Mehraufwand Datenschutz: Sie müssen ein Unternehmen finden, dem Sie vertrauen und das seriös mit Ihren Daten umgeht
Skalierbarkeit: Weitere Zugänge können zeitnah einfach zu- und abbestellt werden Abhängigkeit: Falls der Anbieter den Betrieb der Cloud einstellt, können Sie diese nicht mehr verwenden
Kosten: Da es sich bei den meisten browserbasierten Softwares um Abo-Modelle handelt, können Sie monatlich mit den gleichen Kosten rechnen Kosten: Erweiterungen des externen Cloud-Speichers sind meist kostenpflichtig File Sharing: Unkompliziertes Teilen von Dokumenten, wodurch gleichzeitiges Arbeiten an den Dateien möglich wird
File Sharing: Unkompliziertes Teilen von Dokumenten, wodurch gleichzeitiges Arbeiten an den Dateien möglich wird

Der Markt für Praxis-IT hat ein umfangreiches Angebot an Softwareherstellern. Es gibt eine Vielzahl an kompetenten Anbietern und sicheren Betriebssystemen. Die Frage, ob eine browserbasierte Software oder die Installationsvariante das richtige Modell ist, lässt sich nicht abschließend beantworten und hängt maßgeblich von den individuellen Anforderungen einer jeden Praxis ab. Beide Varianten gehen mit Vor- und Nachteilen einher. Wir helfen Ihnen gerne bei der Auswahl der passenden Praxissoftware.

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